Sie sind hier:  Mitwirkende Gruppen der VAB > Epoche um 1504

Adictum

Adictum

„Adictum" hallt es durch Brettheims Gassen…

Denn dies ist der Name den die 3 jungen Männer Ihrer Bestimmung gaben, als das Schicksal sie einst im Jahre 2001 zusammen führte.

Die seit langer Zeit aufeinander eingespielten Gaukler, Manuel Butzke und Alexander Sulzer, werden bei ihren Darbietungen stets durch Niko Seubert bereichert, der mit afrikanischen Djemben heiße Rhythmen zaubert.

Trotz gemeinsamer Wurzeln auf dem Brettener Peter und Paul Fest, einst in verschiedenen Gruppen, tritt Adictum erst seit 2004 in der Bessergasse auf.

Mit ihrer gesammelten Erfahrung in ganz Europa stellen die 3 Brettener jedes Jahr ihr breit gefächertes Repertoire an unterschiedlichsten Jonglagen vor, welches auch dieses Jahr in einem atemberaubendem Feuerspektakel ihren Höhepunkt erreichen wird.

www.adictum.de

Bauerngruppe Alt-Brettheim 1504 e.V.

Bauerngruppe Alt-Brettheim 1504 e.V.

Der Verein hat sich die Förderung u. Pflege des kulturhistorischen bäuerlichen Brauchtums zur Aufgabe gemacht. Die Gruppe wurde 1960 gegründet und hat zur Zeit ca. 140 Mitglieder. Die "Bauern" tragen Gewänder, keine Trachten, welche auf die Kleidung der Landbevölkerung im Mittelalter zurückführen. Ferner führt die Gruppe mittelalterliche Arbeitsgeräte mit, welche zur Feld- und Hausarbeit benötigt wurden.

Die Bauerntanzgruppe, welche im Verein integriert ist, führt bäuerliche Tänze auf, deren Ursprung teilweise bis ins späte Mittelalter zurückgehen. Die Brettener Bauerngruppe ist auf vielen historischen Festen in Deutschland, aber auch im Ausland anzutreffen. Das Hauptfest, an welchem die "Bauern" teilnehmen, ist ihr Heimatfest Peter-und-Paul, das bald zum 500. Mal in Bretten gefeiert wird.

Anita Burkhardt
Hohkreuzstr. 3
75015 Bretten
www.bauerngruppe-bretten.de


Brettener Artillerie 1504

Brettener Artillerie 1504

Die ‚Brettener Artillerie 1504’ wurde im Dezember 2005 gegründet, um eine eigene Artilleriegruppe mit Vereinsstatus ins Leben zu rufen. Die Anfänge reichen jedoch viel weiter zurück. Da wäre zum Beispiel die Gruppe ‚Balduff’ zu nennen, die seit 1989 ihren festen Platz neben dem neuen Rathaus hatte, oder an die beachtliche Artillerieabteilung, die sich im Lauf der Jahre innerhalb der ‚Brettener Landsknechte’ bildete.

Beim legendären ‚Tross 2004’ kam es erstmals zu einer folgenreichen Zusammenarbeit verschiedenen Artilleristen der Gruppe Balduff, der Knittlinger Staigschützen und der Landsknechte. Während des Abenteuers ‚Tross’ entstanden Freundschaften, wo zuvor allenfalls einzelne Kontakte vorhanden waren. Mit einem Wort - hier wuchs zusammen, was zusammengehörte - um ein geflügeltes Wort zu benutzen.

Mit unseren drei Großgeschützen (Kaliber 80 mm, 85 mm und 88 mm) und diversen weiteren Feuerrohren - wie einem siebenschüssigen Orgelgeschütz - bieten wir mit rund 25 Mitgliedern eine weitgehend authentische Artilleriestellung des frühen 16. Jahrhunderts.

 

Franz Drapal

Franz-Müller-Straße 25

75015 Bretten

franz@drapal.net

 

www.artillerie-bretten.de


Brettener Landsknechte - Landsknechte aus Bretten!

Brettener Landsknechte - Landsknechte aus Bretten!

Schon 1953 fanden sich unter Siegfried Strasser "10 Leut’, die gar gut den Becher lupfe’ konnte’" aus der deutschen Pfadfinderschaft zusammen, um als Landsknechte gekleidet als eine der ersten mittelalterlichen Gruppen am Umzug des "Schützenfestes" teilzunehmen. Gewänder und Zubehör hatte man jedoch damals noch bei einem Fundus in Königsbach geliehen.

 

Weitere zwei Jahre später wurde die Gruppe von unserem jetzigen Ehrenmitglied Hans Schrumpf angeführt. Es waren mittlerweile 25 -30 Leute, die Spaß am Landsknechtsleben hatten. 1957 baute man die ersten eigenen Langspieße und man schlug am "Alten Friedhof" ein erstes richtiges Lager auf. In den Folgejahren wechselten die Lagerplätze, und da ein rechter Landsknecht neben Suff und Fraß auch die Liebe braucht, wurden die ersten Marketenderinnen aufgenommen.

 

Mehr Raum für den mittelalterlichen Teil des Festes – die Idee wurde zum Anliegen. Am 22. April 1978 erarbeiteten zwölf Landsknechte und Marketenderinnen im Gasthof "Stadt Pforzheim" die Satzung der "Landsknechtsgruppe Bretten 1504 e.V.". Fünf Tage später wurde der Verein im Register eingetragen.

 

Peter Beyle

Kurpfalzstr. 12

75015 Bretten

www.landsknechte-bretten.de


Bürgerwehr Heydolfesheim

Bürgerwehr Heydolfesheim

Der Ort Heydolfesheim (heute Heidelsheim) erhielt um 1200 n. Chr. die Stadtrechte verliehen und wurde zur freien Reichsstadt erhoben. Deren Bürger waren verpflichtet, eine Stadtmauer zu errichten und die Stadt mit ihrem gesamten Besitz im Krieg und gegen Räuberbanden zu verteidigen. Dazu war es notwendig, eine Gruppe von wehrfähigen Männern ("Bürgerwehr") zu bilden mit einem Hauptmann als Anführer. Die "Bürgerwehr" bestand bis zum Jahre 1816. 1982 wurde die "Bürgerwehr Heydolfesheim" von Paul Metzger wieder ins Leben gerufen. Die "Bürgerwehr Heydolfesheim" hat sich zur Aufgabe gemacht, das Brauchtum und die historischen Bauwerke wie Tore, Brunnen, Mauern und Türme der Stadt Heidelsheim zu schützen und zu erhalten. Wenn sie heute unterwegs ist und ihr "Lager" aufgebaut hat, versucht sie, das Leben der Landsknechte in der 1. Hälfte des 16. Jahrhunderts darzustellen.

 

Beim "Peter-und-Paul-Fest" in Bretten, dem ältesten südwestdeutschen Volksfest, ist das Lager der Heidelsheimer schon von weitem erkennbar: auf einem alten Leiterwagen ist ein Triller montiert, ein mittelalterliches Instrument zur Vollstreckung von Ehrenstrafen. Mit Bretten verbinden Heidelsheim uralte Wurzeln: zum einen gehörten beide zur Kurpfalz, zum anderen war es auch ein Heidelsheimer Bürgerkontigent, welches 1504 zum Einsatz nach Bretten eilte, als die Melanchthonstadt von mehreren tausend Landsknechten unter württembergischem Kommando belagert wurde.

 

Jürgen Dorn

Münchbergstr. 9

76646 Bruchsal-Heidelsheim


Bierbreuwer

Bierbreuwer

„Historische Braukultur lebt“

 

Dass es im Mittealter schon Bier gab, das war für einige Freunde des Peter-und-Paul-Festes schnell klar. Und dennoch blieben in vielen Gesprächsrunden unzählige Fragen offen: Wie war denn das früher überhaupt mit dem Bier? Wie stellte man es her? Gab es das Bier dann im Wirtshaus oder in der Schenke zu kaufen? Sechszehn Jahre ist dies inzwischen her und mittlerweile gehören die „Bierbreuwer“ zum festen Bestandteil des Peter-und-Paul-Festes.

Nach kurzer Recherche stand schnell fest, dass es im Mittelalter auch schon Bier gab und dass es fast jeder selbst zu Hause gebraut hatte. Bald war auch klar: Das Bier hatte im Mittelalter eine ganz andere Bedeutung als bei uns heute. Damals galt es als Grundnahrungsmittel und wurde zu allen Mahlzeiten kalt und auch warm getrunken.

 

Je mehr sie recherchierten, um so größer wurde das Interesse und der Wunsch, nach einer eigenen Bierbreuwer-Gruppe mit selbst gebrautem Bier. Gesagt getan, der erste Brauvorgang fand dann 1994 statt. Nach dem ersten Schluck war aber schnell klar: „Naja, trinkbar, aber der Dampf fehlte etwas“, erinnert sich Gruppenvorstand Matthias Lorenz noch genau. Der zweite Brauvorgang gelang schon besser und so hatten die Bierbreuwer 1994 auf dem Peter-und-Paul-Fest Premiere. Am Stand der Bierbreuwer am Seedamm erhalten Interessierte eine Kostprobe des selbstgebrauten Bieres. Steine wurden den Bierbreuwern jedoch in den Anfangsjahren durch das Zollamt in den Weg gelegt. „Im ersten Jahr durften wir gar kein Bier an Dritte ausschenken“, erzählt Matthias Lorenz. Inzwischen ist aber alles genehmigt .

 

Die Gruppe umfasst in zwischen einen Stamm von 18 Mitgliedern. Natürlich sind auch die Frauen hier aktiv beim Brauen dabei. „Im Mittelalter war das Bierbrauen reine Frauensache“, wissen die Hobbybrauer.

In ihrem Lager können die Besucher das Bier probieren, verschiedene Gerstenkörner und Hopfen am Darstellungstisch begutachten und die Bierbreuwer stehen natürlich stets gerne Rede und Antwort.

 

Brettener Bierbreuwer
Matthias Lorenz
Hauptstraße 62/1

75015 Bretten-Rinklingen

Tel.-Nr.: 07252/8159

bierbreuwer@t-online.de

www.bierbreuwer.de


 


Bruderschaft der freien Zünfte zu Brettheim e.V.

Bruderschaft der freien Zünfte zu Brettheim e.V.

Unter diesem Namen haben sich Menschen zusammengeschlossen, die in ihrer Freizeit in eine andere Zeit reisen: Die Gruppe hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Menschen im Hier und Jetzt das Leben des Mittelalters mit all seinen Bräuchen und Sitten näher zu bringen.

 

Wie funktioniert das??

Die Mitglieder der Bruderschaft schlüpfen in selbstgeschneiderte „Gewänder“ und üben teilweise längst vergessene Berufe aus, die einst selbstverständlich und weit verbreitet waren. Sie arbeiten alten Traditionen entsprechend und setzen originalgetreue Werkzeuge und Requisiten ein. Sie pflegen ihr Arbeitsmaterial und ihre Ausrüstung und besorgen sich die notwendigen Rohstoffe wie Holz oder Wolle. Doch der Spaß und das Vergnügen kommen nicht zu kurz: Es wird gelacht und getanzt, die Mitglieder singen mittelalterliche – und nicht immer ganz jugendfreie – Lieder. Und wenn alle ihr Tagwerk vollbracht haben, wird natürlich auch für das leibliche Wohl der Aktiven gesorgt, die gemeinsam an einer zünftigen Holztafel essen und trinken.

 

Wann und wo ist die Gruppe aktiv??

Das ganze Jahr über finden Feste, mittelalterliche Märkte oder Jubiläen statt, zu denen wir eingeladen werden. Höhepunkt für die Gruppe ist dabei ohne Zweifel das heimische Peter und Paul Fest im badischen Bretten – oder besser gesagt: in „Brettheim“ –, das nicht nur das älteste südwestdeutsche Heimat- und Volksfest, sondern auch eines der größten Mittelalterfeste im Land ist.

 

Natürlich können Sie uns auch auf anderen Veranstaltungen treffen und mit uns zusammen die Reise in die Vergangenheit antreten – vielleicht schon bald bei Ihrem eigenen Fest....

 

Martin Bauer

Gölshäuser Lücke 11

75015 Bretten

 

www.bruderschaft-der-freien-zuenfte.de


D' Eggefeger

D' Eggefeger

 

 

D´Eggefeger spielen zu Peter- und Paul

 

Unser erstes gemeinsames Stück, ein Tänzle namens „Eggefeger“, ist für uns seit 1987 auch Programm. Ob wir nun – musikalisch gesehen - in den Ecken, aus den Ecken heraus oder um die Ecken fegen: ein gut Kurzweil soll unser Publikum haben. Eine große Gruppe sind wir geblieben. Ca. 13 Musiker (genau weiß das keiner) inzwischen mit Kind und Kegel haben eine wechselvolle Geschichte von der gemischten Gruppe, über eine Frauengruppe mit Männerbehinderung sowie einer Gruppe mit Frauenbeauftragter, bis hin zur Gruppe mit Asylanten aus aufgelösten Formationen hinter sich.  

 

Mehrstimmige Sätze, Madrigale, Tänze, Lieder und auch Straßentheater dienen dazu, eine eigene Sichtweise auf die Wirklichkeit darzustellen. Nach dem Motto “ historisch, wo´s Spaß macht und aktuell, wo´s passt“ beschäftigen sich Theater- und Musikstücke mit den großen Themen des ausgehenden Mittelalters und der Renaissance: Die Welt als Narrenschiff, Tod und Totentanz, Krieg, Pest und Hungersnot und - über alle Zeiten – die verschiedenen Spielarten der Liebe (seit unserer Gründung arbeiten wir am sogenannten Erotikblock). Mit musikalischen Anregungen aus jener Zeit läßt sich Unterhaltsames, An- und Aufregendes auch im neuen Jahrtausend in ein treffliches Gewand kleiden.  Zu finden sind wir an vielen Ecken. Meist zur neunten Stunde in der Bessergasse, Freitags im Melanchthonhaus und des  Nachts in den Lagern.

 

Erich Jahn

Neuwiesenstr. 50

75015 Bretten- Rinklingen


D'Gruschdler

D'Gruschdler

Hört Ihr den Ruf „ D` Gruschdler komme “ durch die mittelalterlichen Gassen der Stadt Bretten schallen, so sind wir nicht weit entfernt.

 

Im Mittelalter war es üblich, daß fahrende Händler durch Stadt und Land zogen. Vorwiegend wurden selbstgefertigte Waren verkauft und getauscht.Die Gruppe „Die Gruschdler“ setzen seit Ihrer Gründung im Jahr 2000 diese Tradition fort. Während der Festtage ziehen wir mit einem zweirädrigen Karren, voll beladen mit allerlei "Gruschd", durch die Gassen der Altstadt.Angepriesen wird allerhand, von der schützenden Kopfbedeckung bis hin zum nützlichen "Muggenbadscher".

 

Begleitet werden wir von einem Wanderprediger, der, lautstark unterstützt durch seinen Gehilfen, armen Sündern den Ablass erteilt . Adlige, Bürger und das gemeine Volk konnten sich im Mittelalter durch Ablassbriefe von jeder Schuld freikaufen. Damals wie Heute wird diese Möglichkeit, selbst von den Stadtoberen, gerne genutzt, um sich von der über das Jahr aufgehäuften Schuld reinzuwaschen.

 

Peter Hübert
Bertholdstraße 31/3
75015 Bretten
Tel.:07252 / 957205

webmaster@gruschdler.de

 

Besucht uns auch auf unserer Homepage www.gruschdler.de


Der Kettenhemdmacher

Der Kettenhemdmacher

Diese Gruppe ist eine der jüngsten und kleinsten auf dem Peter-und-Paul-Fest. Sie existiert seit 1999 und besteht aus zwei Personen. Das Handwerk, welches hier demonstriert wird, ist wohl eines der ältesten.

 

Schon zu Zeiten der Römer wurde das Kettenhemd, auch Brünne oder Ringelpanzer genannt, erwähnt. Seinen Höhepunkt erlebte es während des ersten Kreuzzuges, wo die Ritter, von Kopf bis Fuß in Ketten gewandet, ins heilige Land ritten. Später verdrängte die starre und schwere Plattenrüstung das Kettenhemd Stück für Stück; dieses starb aber niemals ganz aus. Es wurde auch weiterhin von verschiedenen Truppenteilen in abgewandelter Form getragen. Zu Zeiten der Landsknechte trug man nur noch Kettenkrägen, sogenannte Bischofsmäntel und leichte Hemden.

 

In der Werkstatt des Kettenhemdmachers sind während des Festes jederzeit Arbeitsdemonstrationen und eine Musterauswahl von über 200.000 verarbeiteten Ringen in verschiedenen Mustern zu bewundern.

 

Engelberth Schmitz

Golpenweiler 2

88699 Fricklingen


Der Seiler

Der Seiler

Die Zahl der Seiler war nie sehr groß, trotzdem sind sie als Handwerk früh belegt. In jeder Bauhütte gab es einen Seiler, da zum Heben und Ziehen von Lasten Seile benötigt wurden. Diese fertigte man aus pflanzlichen Fasermaterialien oder Tierhaaren an. Das am häufigsten verwendete Material war der Hanf, welchen der Seiler meistens selbst anbaute und zum Faden verarbeitete. Die einzelnen Fäden wurden zu einem Strick zusammengedreht. Das Prinzip der Herstellung von Seilen hat sich in vielen Hunderten von Jahren nicht geändert. Es war meiner Familie und mir, da ich Seiler von Beruf bin, ein Anliegen, dies auch einer breiteren Öffentlichkeit zu zeigen. So sind die wichtigsten Geräte, Seilgeschirr, Seillehre, Seilwagen und auch der Arbeitsvorgang, wie er im Mittelalter stattfand, seit 1997 auch auf dem Peter-und- Paul-Fest zu sehen.

 

Joachim Dittus

Auf der Halle 78

75045 Walzbachtal


Der Verlorene Haufen e.V.

Der Verlorene Haufen e.V.

Wir sind eine kleine Gruppe von Gleichgesinnten, die sich in diesem Verein zusammengefunden haben, um uns mit dem Söldnerleben im Spätmittelalter zu beschäftigen und interessierten Besuchern Aspekte daraus näher zu bringen. Als Schwerpunkt haben wir die in der Zeit des ausgehenden 15. Jahrhunderts an Bedeutung gewinnenden der Büchsenschützen gewählt, welche wir mit militärischen Drill an Luntenschlossgewehren und Wallbüchsen, mit dem Reinigen und Pflegen von benötigten Waffen und Ausrüstungsgegenständen, bis hin zum Instandsetzen von Verteidigungseinrichtungen zur Absicherung des Lagers darstellen wollen.

 

Wir vertreten alle gemeinsam den Standpunkt, dass es nicht nur die großen und spektakulären Dinge sind, die es wert sind, weitervermittelt zu werden. Es sind vielmehr die kleinen, alltäglichen Details, die sich, wenn man die verschiedenen Puzzleteile zusammenfügt, ein großes und vollkommenes Bild ergeben. Denn all diese Aspekte sind in ihrer Unscheinbarkeit doch so wichtig für uns, dass wir sie dem interessierten Besucher nicht vorenthalten wollen.

 

 

Wenngleich auch ein nicht zu unterschätzender Teil unseres Hobbys aus dem wälzen von Fachliteratur und der Durchsicht von alten Schriften und Manuskripten aus Museen und Archiven besteht, sind wir uns jedoch sehr wohl bewusst, dass es unser ständiges Bestreben sein muss, dass wir an unserem äußeren Erscheinungsbild und dem Wissen um das spätmittelalterliche Leben ununterbrochen arbeiten müssen, damit wir unseren Teil dazu beitragen können, die Begeisterung aller am Peter & Paul Festes Beteiligten überspringen zu lassen und mit den schillernden Facetten des Lebens vor 500 Jahren den Festbesuchern das Leben von heute zu bereichern.

 

Der Verlorene Haufen e.V.
Saalbachstrasse 20
D-75015 Bretten-Rinklingen

info@verlorener-haufen.de

 

www.der-verlorene-haufen.de


Des Schedels schwarzer Haufen e.V.

Des Schedels schwarzer Haufen e.V.

 

Ein verwegenes Fähnlein Landsknechte ließ sich im Jahre 1504 trotz der Belagerung durch das Heer der Württemberger „die Butter nicht vom Brot nehmen“. Es war das Fähnlein des Hauptmanns Albrecht Schedel, einer von insgesamt drei Landsknechtshaufen, die der Kurfürst zur Verteidigung seiner Oberamtsstadt Brettheim entsandt hatte.

Die Chronik der Belagerung berichtet, dass des Schedels Landsknechte schon lange vergeblich auf ihren wohlverdienten Sold gewartet hatten. Als dann auch noch zwei von ihnen beim Weißhofer Tor von Mauersteinen erschlagen wurden, die sich infolge feindlichen Artilleriebeschusses gelöst hatten, war das Maß voll. Das Fähnlein des Hauptmann Schedel zog auf den Marktplatz und verkündete, dass man ohne den noch ausstehenden Sold nicht mehr bereit sei, leib und Leben für die Stadt und Kurfürst in die Waagschale zu werfen.

Angesichts dieser brisanten revolutionären Stimmung beeilten sich die wohlhabenden Bürger Brettheims den Landsknechten ihren Sold zumindest in Naturalien zukommen zu lassen. Auf Anraten Hans Reuters, des Großvaters Philipp Melanchthons und reichsten Kaufmanns der Stadt, wurden Stoffe, Kleider, Leder, Getreide und vieles andere zum Lager der Landsknechte gebracht. Daraufhin waren die Landsknechte wieder bereit für die Sache Bretteims zu den Waffen zu greifen. Höchst erfolgreich, wie uns die Geschichte lehrt.

Die Landsknecht- und Doppelsöldnergruppe „Des Schedels schwarzer Haufen e.V.“ knüpft an diese historische Begebenheit an. Der Verein wurde 1992 gegründet und zählt heute gut 60 Mitglieder. Schaukämpfe mit Schwertern unterschiedlicher Art und Größe sowie Hellebarden, der Einsatz von Vorderladerwaffen und einer Kanone gehören genauso zum Repertoire wie Lagerleben mit Schaukochen nach historischen Rezepturen. Das hat dazu geführt, dass der Verein weit über die Grenzen Brettens bekannt ist und gerne für Veranstaltungen im In- und Ausland gebucht wird.

 

Unser Lager ist wie in den letzten 14 Jahren wieder hinter der Stiftskirche zu finden. Von hier aus starten wir alle unsere Aktionen während des Peter und Paul Festes.  

 

Des Schedels schwarzer Haufen e.V.

Postfach 11 41

D-75001 Bretten

www.schedels-schwarzer-haufen.de

 

1. Vorstand:

Gunter Herzberger

Des Schedels Schwarzer Haufen e.V.

Diedelsheimer Strasse 9

D-75015 Bretten-Rinklingen

Tel.:07252 - 309130

gunter.herzberger@schedels-schwarzer-haufen.de


Die Bogenschützen

Die Bogenschützen

Die "Brettener Bogen-

schützen" nehmen seit 1997 aktiv am Peter-und-Paul-Fest teil. Die Gruppe entstand nicht nur durch den Spaß am Bogenschießen, sondern auch durch das Interesse an diesem Handwerk und letztendlich auch am Peter-und-Paul-Fest. Das traditionelle Langbogenschießen und die Herstellung dieser Waffe sind eine Kunst für sich, denn kein Bogen gleicht dem anderen, und der Beruf des Holzbogenbauers ist vor ca. 300 Jahren ausgestorben. Dieses Handwerk, vom Stamm bis zur Waffe und letztendlich seine Schussfähigkeit, versuchen die Bogenschützen dem Publikum näher zu bringen.

 

Die Herstellung der dazugehörigen Sehnen und Pfeile, wie man damit umgeht, wie man zielt und "gelegentlich" auch trifft, findet zunehmend immer mehr Interessenten. Der Bogen war im Mittelalter von großer Wichtigkeit im Gefecht und auf der Jagd. Er galt als vorteilhafteste Waffe, um einen Pfeil selbst auf große Distanzen mit aller Treffsicherheit abzuschießen. Zwar erzielten die Engländer mit ihren berühmten Bogenschützencorps in Europa die größten Erfolge, und der Bogen hielt sich bei ihnen als militärische Waffe bis ins 17. Jahrhundert am längsten, doch auch in Deutschland kamen die Langbogenschützen als Unterstützung der Landsknechtsgruppen lange Zeit zum Einsatz. So auch bei der großen Schlacht an Peter- und- Paul um Brettheim.

 

Peter Hack

Alte Poststraße 36


Die Fischergruppe

Die Fischergruppe

Im Mittelalter stauten fleißige Zisterziensermönche um das Kloster Maulbronn zahlreiche Teiche an, um dort Fische für den eigenen Verzehr und zum Verkauf zu züchten.

Die Fischergruppe aus Oberacker machte es sich zur Aufgabe, dieses uralte Handwerk in seiner ursprünglichen Form darzustellen und damit das Peter und Paul Fest sowie andere Mittelalterfeste zu bereichern.

Und so baut nun seit dem Jahre 2005 die Fischergruppe am Seedamm direkt am Bächlein ihre historische Fischerhütte auf,  um dem staunendem Volke das ärmliche Fischerdasein

um 1504 näher zu bringen.

Im eigens mitgebrachten Brunnen tummeln sich hier Fische, die von den überraschten Besuchern bestaunt werden können.

Natürlich kann man bei der Fischergruppe auch leckere, auf Holzkohle gegrillte Forellen aus eigener Zucht kosten.

Mittlerweile ist die Fischergruppe, die nur aus einer Hand voll begeisterten Mittelalterdarstellern besteht, Mitglied beim MAK.

 

 

Reinhard Abel

Ringstr. 13

76703 Kraichtal- Oberacker

Tel.: 07250/8448


Die Garküche

Die Garküche

In der Chronik des Georg Schwartzerdt wird eine Garküche beschrieben, die vom Heidelberger Hof mit Lebensmitteln ausgestattet wurde, um Bürger, Verteidiger und Schutzsuchende während der Belagerung durch die Württemberger mit Nahrung zu versorgen. An historischem Platz, unterhalb des Amtshauses, stellt "Die Garküche" diese Versorgungs-

einrichtung dar.

 

Mit Drehspieß, Eisenkessel und viel handwerklichem Geschick werden historische Speisen zubereitet und von den Aktiven und Gästen der Vereinigung Alt- Brettheim verzehrt.

 

Leo Vogt

Melanchthonstr. 106

75015 Bretten


Die Gramboler

Die Gramboler

Die Mitwirkung der Gramboler am mittelalterlichen Geschehen des Peter- und- Paul- Festes geschieht in zweierlei Form.

 

Zum einen haben sich die Gramboler die Darstellung einer der Schattenseiten des Mittelalters zur Aufgabe gemacht. In Form eines Umzugs werden die Besucher und Mitwirkenden des Peter- und- Paul- Festes damit konfrontiert, dass nahezu das ganze Europa des Mittelalters vom "Schwarzen Tod" heimgesucht wurde.

 

Fröhlichkeiten und Ausgelassenheit verstummen, wenn furchterregende Gestalten in schwarzen Gewändern mit spitzen Hüten und weißen Masken- begleitet von dumpfen Trommelschlägen und Gebeten- die von Pestbeulen entstellten Leichen auf ihren Wagen laden, während ein Ausrufer mit eindringlichen Worten die Bürger von Brettheim vor der "Geißel der Menschheit", der Pest, warnt.

 

Zum anderen führen die Gramboler seit mehr als zehn Jahren ihre ausschließlich selbst (und in Reimform) geschriebenen Theaterstücke auf. Hier greift die Gruppe tatsächliche und auch angebliche Begebenheiten aus der Geschichte Brettens auf, nimmt dabei Obrigkeit und Obrigkeitsdenken ins Visier und amüsiert und belustigt das Publikum durch die Darstellung und überraschende Problemlösungen. Hierbei werden durchaus auch Bezüge zu aktuellen politischen und gesellschaftlichen Themen hergestellt.

 

Martin Dolt

R.-Wagner-Str.13

75438 Knittlingen

 

Sibille Elskamp

Albert-Einstein-Str.86

75015 Bretten 

sibille.elskamp@arcor.de


Die Gelahrten und Gereisten

Die Gelahrten und Gereisten

Die Gruppe "Die Gelahrten und Gereisten" in der Vereinigung Alt-Brettheim ist ein illustres Völklein von Personen, die gelehrt sind, viel von Ort zu Ort ziehen und ihre Künste vorzugsweise auf Jahrmärkten und anderen Spectacula dem staunenden Volke darbieten. Die Gruppe besteht seit 1992. Zu ihr gehören der Balbierer, Chirurg und Quacksalber Ludevicus ob Bardope, die mit ihm ehelich verbundene Wehmutter, genannt die eilige Ursula, die Gewürzhändlerin Barbara Pelegrina und die ihr bei der Kaufmannschaft behilfliche anmutige Beate, die Schulmeisterin Ulfgunde vom Ulensteyne aus nordischen Küstenlanden, der aus der sächsischen Resi-denz Dresden herbeigeeilte fahrende Schulmeister und Modist Ernestus mit seinen ausnehmend hübschen Weibersleut Agnes, Christiane und Francisca samt ihrem Verehrer Petrus, der Rechenmeister Odalricus von Biemphilingin und die Kinder Lydia, Lorena, Sandra, Melanie, Benjamin, Alexander, Sabine, Barbara und Victoria.

 

Dr. Wolfhard Weihmann

Albert-Einstein-Str. 2

75015 Bretten


Die Käser

Die Käser

Die Käsergruppe wurde bereits 1991 gegründet. Ihr gehören ca. 15 Mitglieder an.

 

Das Ziel der Gruppe ist, Käse aus den einfachen natürlichen Grundstoffen Milch (von Kuh, Ziege oder Schaf) und Lab herzustellen, wie man es schon im Mittelalter praktizierte. Die meisten Käsesorten, die die Käser an ihrem Stand den Festbesuchern anbieten, müssen schon mehrere Wochen vor dem Peter- und- Paul- Fest vorbereitet werden, da der Käse Zeit zur Reifung braucht. Dazu gehören verschiedene Sorten von Weichkäse, die mit unterschiedlichen Kräutern gewürzt oder in Knoblauchöl eingelegt werden. Auch Hartkäse stellen die Käser selbst her.

 

Eine einzige Käsesorte, der Ziger oder Schabziger aus Kuhmilch, lässt sich innerhalb kurzer Zeit herstellen und essen. Die Festbesucher können die Herstellung des Zigers an Ort und Stelle verfolgen und auch diesen Käse probieren.

 

Sibylle Schnauffer

Gartenstr. 38

75015 Bretten


Die Patrizier

Die Patrizier

Tanzgruppe die Patrizier Bretten    

 

Einige  Teilnehmer der Umzugsgruppe Patrizier wollten mehr Aktivitäten entfalten als nur am Umzug an Peter und Paul Teilnehmen und entschlossen sich als Patrizier Tänze vorzuführen.

Aber was tanzten Patrizier um 1504?

Man wollte zeitgerecht, standesgerecht und anlassgerecht tanzen. Höfische Tänze durften Patrizier nicht und Bauerntänze wollten wir nicht. Von anderen tanzenden Gruppen wollten wir uns abheben. Wir fanden bald such einen Trainer, merkten aber bald, dass trainieren nach Instrumentalmusik schwierig ist und ein umsteigen auf Disketten unumgängliche ist. Erfreulicher Weise fanden wir auch bald Literatur. Der französische Kleriker Thoinot Arbeau hat im 16. Jahrhundert ein Buch mit zeitgenössischen Tänzen und der dazugehörigen Musik verfasst.  

Seit 12 Jahren tanzen wir derzeit  mit 10 Paaren  Formations- Reihen(Contra)- und Reigentänze. Ursprünglich kommen die Tänze aus Deutschland, Italien, England und Burgund. Die Wirkung der Tänze wird unterstrichen durch die Kleidung. Diese soll zeitgerecht und standesgerecht sein.

 

Karlheinz Haufler

Otto-Hahn-Str. 37

75015 Bretten

 


Die Seifensieder

Die Seifensieder

Die Gruppe Seifensieder wurde im Jahr 1990 von Martin Rothfuß ins Leben gerufen. Sie besteht heute aus 23 Mitgliedern. Wir sind die einzigen Seifensieder Deutschlands, die im mittelalterlichen Gewand und nach mittelalterlicher Rezeptur die Seife herstellen. Dabei wirken selbst unsere Kinder mit Begeisterung mit. Für die Seifenherstellung benötigen wir Fett, Regenwasser und Lauge aus Hartholzasche.

 

Durch pflanzliche Zutaten werden Düfte und Farbe hinzugesetzt. Auch wenn es inzwischen den Seifensiederlehrberuf nicht mehr gibt, ist doch die Seife aus dem täglichen Leben nicht mehr wegzudenken, getreu dem alten Spruch der Seifensieder: "Gott erhalt`se, die fettsauren Salze"

 

Martin Rothfuß

Händelstr. 17

76327 Pfinztal


Duselgrabscher

Duselgrabscher

Francesco di Strada, der Duselgrabscher (Glücksgriff), ist ein mittelalterlicher Gaukler mit viel Witz und Esprit. Seine Publikumsanimationen, mittelalterliches Wortspiel, gepaart mit Tonlage und Zauberei sowie das faszinierende Feuerspektakulum entführen in die wahre Welt, in der Gaukler noch die Marktplätze Europas beherrschten. Fortsetzung Duselgrabscher Seit 1998 treibt er sein Unwesen als Gaukler nicht nur zu Peter-und-Paul, sondern überall dort, wo sich fröhliche Gesellschaften treffen. Francesco alias Frank Goutier hat schon Peter-und-Paul-Geschichte geschrieben.

 

Er ist schon seit über 20 Jahren aktiver Teilnehmer am Fest. Zuerst als Schäferjunge, dann als streitbarer Landsknecht und immer auch in verantwortlicher Position, z.B. als Baumeister oder Mitbegründer des Gesprächskreises Mittelalter, woraus sich dann der MAK gebildet hat. Als ehemaliges Vorstandsmitglied des MAK stand er genauso seinen Narren wie heute als "König der Gaukler".

 

Frank Goutier

Industriestr. 15

75079 Zaisenhausen

0170/9101222

www.duselgrabscher.de


Fanfaren- und Trommlerzug Bretten 1504

Fanfaren- und Trommlerzug Bretten 1504

Der Fanfaren- und Trommlerzug Bretten 1504 e.V. wurde im Jahre 1934 gegründet. Im Jahre 1950 folgte unter der Leitung von Willi Kuhn der erste Auftritt nach dem Krieg beim Peter-und-Paul-Fest in Bretten. Er ist somit einer der ältesten Fanfarenzüge Deutschlands.

 

Seit Jahrzehnten stellt der Fanfarenzug bei zahlreichen örtlichen und überörtlichen Auftritten eine der "Visitenkarten" der Stadt Bretten und der Vereinigung "Alt-Brettheim" dar. Dies gilt z.B. für die Mitgestaltung von "Brettener Tagen" bei verschiedenen Auftritten im In- und Ausland und bei Großereignissen von über-regionaler Bedeutung, wie beim Deutschlandfest in Berlin, beim Tänzelfest in Kaufbeuren, beim Schlossfest in Neuburg/Donau, bei der Eröffnung der Salzburger Festspiele und vieles andere mehr. Im gesamten süddeutschen Raum ist der Fanfarenzug seit langem bekannt und ein immer wieder gern gesehener Teilnehmer bei historischen Volks- und Heimatfesten. Durch die Einbindung in die Vereinigung Alt-Brettheim und das Brettener Peter-und-Paul-Fest nimmt der Fanfarenzug eine herausragende Stellung bei der Brauchtums- und Heimatpflege im Brettener Raum ein. Das intensive Bemühen um historische Detailgenauigkeit bei der Darstellung der Fanfaren-, Trommler- und Fahnenschwinger-Tradition verbindet sich mit kontinuierlichen Verbesserungen und Weiterentwicklungen des musikalischen Repertoires.

 

Hubert Kühner

fzb-kuehner@online.de

www.fanfarenzug-bretten.de


Forzarello - Gaukler des Peter-und-Paul-Festes

Forzarello - Gaukler des Peter-und-Paul-Festes

Die Gaukler "Forzarello" unterhalten die Gäste des Peter-und-Paul-Festes seit 1990 mit Kurzweil im Stile der Gaukler und Jongleure auf den Straßen des Mittelalters.

 

Rasante Jonglagenummern, Zauberkunststücke und Feuerartistik, gewürzt mit Witz und unter Mitwirkung einzelner Zuschauer, locken jeden Abend ein großes Stammpublikum in die Bessergasse.

 

Julian Breitschwerdt

Am Genselberg 24

75038 Oberderdingen-Flehingen

www.forzarello.de


Französisch Tüchlein

Französisch Tüchlein

Der Name "Französisch Tüchlein" rührt her von der Urform des Kondoms, welches durch einen Leibarzt am Hofe des englischen Königs erfunden wurde. Damals wurde das Kondom aus Leinenstoff gefertigt zum Schutz gegen gefürchtete Geschlechtskrankheiten.

 

Erst im 18. Jahrhundert wurde es durch einen sagenhaften Arzt namens Dr. Condom als Schwangerschaftverhütungsmittel berühmt. Damit fing bei Tüchlein alles an – kleine Tüchlein aus Leinen wurden den Landsknechten und Marketenderinnen, aber auch dem Volk gegen einen Silberling angeboten. Heute handelt die Gruppe mit edlen Stoffen aller Art wie Seide und Kaschmir, aber auch einfachen Stoffen wie Wolle und Leinen, wie sie im Mittelalter beim gemeinen Volk Verwendung fanden. Viele neue Gewänder, die auf dem Peter-und-Paul-Fest zu sehen sind, wurden aus Tüchern von "Französisch Tüchlein" gefertigt. Auch für die richtige Färbetechnik mit althergebrachten Mitteln haben wir den richtigen Rat. Daneben werden noch Holzbecher, Holzkrüge, Fässer aller Art für Wein und Schnaps und mittelalterliches Kinderspielzeug feilgeboten. Die Gruppe "Französisich Tüchlein" feiert dieses Jahr ihr 10-jähriges Bestehen. Der Gruppe gehören drei Erwachsene und fünf Kinder an - das Tüchlein hat hier seine Wirkung verfehlt - und ist neben den Kürschnern auf dem Parkplatz vor der Bücherei in der unteren Kirchgasse zu finden.

 

Thomas Zehlicke

Bertholdstr. 21

75015 Bretten

 

Tel. 07252 / 86994

Handy 0163 / 5725236

Fax 07252 / 539748

zehlicke@web.de


Gewürz- und Weinhändler

Gewürz- und Weinhändler

Auf Vorschlag von Manfred Klöpfer wurde 1977 die Gruppe der Gewürz- und Weinhändler gegründet. Die Gewänder wurden in der Gewandmacherei von Alt-Brettheim zugeschnitten und von den Mitgliedern der Naturfreunde von Hand genäht. Bis 1985 nahm die Gruppe an dem großen Peter-und-Paul-Festumzug teil. Seit 1986 ist die Gruppe am Marktgeschehen beteiligt. Am Samstagabend stehen sie mit einem Verkaufsstand beim Marktplatz und preisen ihre Waren an. Das ganze Jahr über werden Kräuter und Beeren gesammelt, um sie dann zu den köstlichen Kräuter- und Beerenlikören sowie Gewürz- und Kräuterwein zu verarbeiten.

 

Ob Liebeskummer, Verdauungsbeschwerden, Haarausfall oder Schlaflosigkeit; für jedes Wehwehchen ist etwas dabei. Die Peter-und-Paul-Festbesucher sind treue und dankbare Kunden, denn sie wissen ganz genau: "Plagt Sie ein Drücken im Kopf oder Magen, können Sie ein Likörchen von den Brettener Gewürz- und Weinhändlern wohl vertragen."

 

Ruth Polzer

Am Hagdorn 2

75015 Bretten


Handwerkergilde Alt-Brettheim

Handwerkergilde Alt-Brettheim

Die Handwerkergilde Alt Brettheim wurde im November 1998 mit dem Ziel „die Tradition und das Brauchtum des mittelalterlichen Handwerks zu pflegen und alljährlich auf dem Peter-und-Paul-Fest und bei anderen Anlässen darzustellen und Einblicke in das mittelalterliche Handwerk zu geben“, gegründet. (Zitat aus dem Vereinsstatut)

Die Gruppe hat z. Z. neun aktive Mitglieder und stellt folgende mittelalterliche Berufe dar:

  • Küfer
  • Stuhl- und Sonnenflechter

Die Handwerkergilde Alt Brettheim ist außer auf dem Peter-und-Paul-Fest regelmäßig auf verschiedenen historischen Stadtfesten, wie dem Spectaculum in Oberwesel und dem Ritterfest in Hirschhorn anzutreffen.

2008 feiern wir unser 10-jähriges Jubiläum.

Über die geplanten Feierlichkeiten zu diesem Anlass werden wir auf unserer Website rechtzeitig informieren.

 

Herbert Meindl

Postweg 21

75015 Bretten

www.handwerkergilde-alt-brettheim.de


Historische Gruppe "Fünf Schneeballen" Flehingen-Sickingen e.V.

Historische Gruppe "Fünf Schneeballen" Flehingen-Sickingen e.V.

Im Juni 1979 feierte die Gemeinde Flehingen ihre erste urkundliche Erwähnung im Jahr 779 im Lorscher Kodex mit einem großen Fest. Im Frühjahr 1980 wurde dann die Historische Gruppe "Fünf Schneeballen" Flehingen-Sickingen gegründet. Für den Vereinsnamen wählte man das Wappenschild des Ortsadels, die fünf silbernen Kugeln auf schwarzem Grund.

 

Der Verein besteht aus drei Abteilungen: Trommler und Fanfarenbläsergruppe, Amateurtheatergruppe und mittelalterliche Kostümgruppe.

 

Die drei Gruppen verstehen sich als ein Gesamtes und soweit wie möglich werden Termine gemeinsam wahrgenommen.

 

Als geschichtlicher Hintergrund für den Verein dienen die ritterlichen Familien der Flehingen und Sickingen sowie die "Adelslandschaft Kraichgau". Die Gewänder orientieren sich an Vorbildern zum Beginn des 22. Jahrhunderts bis zur Zeit der Bauernkriege. Aufgrund der möglichen geschichtlichen Struktur der Gruppe ist von der einfachen Magd bis zum Ritter in Samt, Seide oder in voller Rüstung alles möglich und auch vorhanden.

 

Gerhard Obhof

Franz von Sickingen

Str. 53 / 1

75038 Oberderdingen / Flehingen

www.5schneeballen.de


Köhlergruppe Sprantal e.V.

Köhlergruppe Sprantal e.V.

Im Jahre 2001 gründete eine Gruppe engagierter Peter und Paul interessierter Sprantaler Bürger die Köhlergruppe Sprantal um diesen uralten Beruf wieder zum Leben zu erwecken.

Aufgrund der regen Arbeit der Köhlergruppe, dem starken öffentlichen Interesse sowohl am Köhlerhandwerk und den geplanten Durchführungen von Köhlerfesten  / Abbrennen von Meilern wurde im April 2003 die Köhlergruppe Sprantal ins Vereinsregister eingetragen.

 

Seit 2002 ist die Köhlergruppe aktiv am Peter und Paul Fest beteiligt und veranstaltet seit 2003 alle 2 Jahre immer an Fronleichnam beginnend in Sprantal auf der Köhlerwiese das Köhlerfest. Ein inzwischen überregional bekanntes mittelalterlich geprägtes Fest mit besonderem Flair, welches schon nach kurzer Zeit zum festen Bestandteil der Brettener Veranstaltungen zählt und seinen Besuchern einiges bietet.

 

Holzkohlegewinnung, Peter und Paul Fest, Mittelalter was hat dies gemeinsam?

Das haben uns nicht nur die Verantwortlichen von Peter und Paul am Anfang unserer Vereinsarbeit gefragt.

Holzkohle wurde schon vor Jahrtausenden in Kohlemeilern gewonnen und war bis zur Entdeckung der Steinkohle das einzige Medium welches beim Ver-brennen die notwendigen Temperaturen erzeugte um aus Erz Eisen zu gewinnen und dies auch zu bearbeiten.

Folglich ohne Holzkohle kein Schwert, keine Hieb oder Stichwaffe, kein Ritterrüstung kein Eisen und alles was an gutem und schlechtem daraus gemacht wurde.

Auch die Glasherstellung war nur mittels der Holzkohle und ihrer Temperaturen möglich.

Grund genug dies nicht nur an Peter und Paul der interessierten Bevölkerung darzustellen.

 

Sie sind interessiert- dann besuchen sie doch unser Lager an Peter und Paul in der Werkhaus Gasse oder kommen Sie zum nächsten Köhlerfest.

 

Michael Stein
Scheuernweg 13
75015 Bretten-Sprantal
Tel.: 07252/2671
mobil: 0162/8803678
e-mail: steinmic1@arcor.de
koehler.sprantal@gmx.de

 

www.koehlergruppe-sprantal.de


Kraemer & Halunken

Kraemer & Halunken

Im Jahr 1997 schlugen die Kraemer & Halunken zum ersten Male ihr Lager am Seedamm auf. Dort wird jedes Jahr zum Peter-und-Paul-Fest all erdenklich nützlicher und unnützer Kram feilgeboten. Alles, was Bürger und Bauern, Handwerker und Landsknechte im Jahr 1504 für das tägliche Leben benötigten - oder eben auch nicht.

 

 

Aber auch für Kurzweil wird im Lager und bei den Gästen gesorgt. Beim Hütchenspiel und Leitergolf  gibt es immer etwas zu gewinnen und meistens viel zu lachen. Für unsere kleinen Besucher haben wir immer was zum gruschteln.

Und wenn die Nacht über das Lager der 30 Mitglieder zählenden Gruppe hereinbricht, wird jeder Besucher gerne gesehen.

 

Jean Ehrhardt
Bismarckstraße 13
75038 Oberderdingen

 

Jürgen Franke
Burgunderweg 7/1
75015 Bretten

www.kraemer-halunken.de


Loeffelstielzchen

Loeffelstielzchen

Vergangenes bewahren, Zeitloses erfahren

 

Zur Jahrtausendwende feiert die Gruppe Loeffelstielzchen mit diesem Gründungsmotto ihr 15-jähriges Jubiläum. Diese Arbeitsgemeinschaft für alte Musik und Kultur am Melanchthon-Gymnasium Bretten unter Leitung von Bernhard Wendel, des "Spielgrafen Bernardo", hat sich ganz der Pflege spätmittelalterlichen Kulturgutes verschrieben. Schüler, Studenten und Lehrer fühlen sich ganzjährig, an Peter & Paul aber mit "Haut und Haaren", in die Zeit des großen Sohnes der Stadt Brettheim, des Lehrers Deutschlands – Philipp Melanchthon – versetzt. Zu dieser "Zeitreise" gehören authentische Gewandung, Schuhwerk und Sprache genauso wie originalgetreues Instrumentarium, Rollenspiel und schalkhafte Narren, Jongleure und Gaukler. Die ganze Künstlertruppe ließe sich also ohne Problem in das Europa um 1500 "beamen".

 

"Fahrend volck, spielleut, verdammt und hochverehrt,... so raunt das gaffend volck zur staetten beeindruckt von mitreißender musica uff fideln, schalmeien, pommern, krummen, hörnern, fluten, trummeln und sackpfeifen, verblüfft von wirbelnden keulen, brennenden Fackeln, messern, ringelin und grosz flammen usz dem maule getrieben undte in demselbigen auch verschlucket...!"

 

Bernhard Wendel

Pforzheimer Straße 35

75438 Knittlingen


Medicus

Medicus

Die Gruppe Medicus stellt einen fahrenden Medicus samt Gefolge (Karten- und Handleserinnen, Kräuterweibern, Apothekern, et cetera) dar. Weilt der Medicus einmal mehr in einer Stadt, so bietet er alle diagnostischen (beispielsweise Harnschauen - Geschmacksprobe eingeschlossen) und therapeutischen (zum Beispiel die Amputation ganzer Gliedmaßen) Maßnahmen an, auf die ein gut ausgebildeter Arzt um 1500 zurückgreifen konnte.

 

Sein Wissen bezieht er dabei direkt von der Schule von Salerno und anderen europaweit anerkannten Institutionen, was ihn zum weitbekannten Fachmann (unter anderem der Thiriakherstellung - einem mittelalterliche Allheilmittel) macht. In seinem Gefolge befinden sich auch Kräuterweiber und Apotheker die eine Vielzahl an natürlichen Heilmitteln aus der freien Natur sowie auch von weither eingeführte Arzneimittel (wie zum Beispiel das legendäre Gummi Arabicum) mit sich führen und zum Erwerb feilbieten. Natürlich ist der Medicus schon bei vielen blutigen Schlachten als Wundarzt aktiv gewesen und wird auch weiterhin mit seinen chirurgischen Künsten dem ein oder anderen Landsknecht Linderung von seiner Pein verschaffen.

 

Wollt Ihr mehr über den Medicus erfahren, so besucht ihn doch einfach auf seiner Website www.medicus-bretten.de.

 

Dr. Andreas Klug

Weißhofer Str. 65

75015 Bretten


Neibsheimer Armbrustschützen um Hans Entenkopf

Neibsheimer Armbrustschützen um Hans Entenkopf

Reges Lagerleben finden interessierte Besucher des Peter-und-Paul-Festes am Seedamm bei den Neibsheimer Armbrustschützen. Die aktive Gruppe um Hans Entenkopf stellt nicht nur ihre historischen, selbst gebauten Waffen mit ihren schmiedeeisernen Elementen aus. Bereitwillig geben die Mitglieder unter dem Vorsitz von Werner Kratzmeier Auskünfte und philosophieren mit Gästen und Interessierten über ihre Waffen.

Schon vor Wochen gaben sich die Schützen einen ganz eigenen Einstand auf das bevorstehende Peter-und-Paul-Fest und kürten ihren Schützenkönig nach einem spannenden Wettbewerb. In diesem Jahr darf Rudi Schleicher den Titel des Schützenkönigs tragen. Und das Schießen mit einer Armbrust ist keineswegs einfach. Davon können sich die Gäste auch in diesem Jahr wieder selbst überzeugen. Denn in ihrem Lager am Seedamm demonstrieren die rund 70 Mitglieder nicht nur das Lagerleben, sondern auch das Schießen. Mit den Wurfgeschossen, den so genannten Bolzen wird dann auf eine Holzscheibe geschossen. Auch die Bolzen stellen die Mitglieder in mühevoller Handarbeit selbst her und bestücken sie mit Federn, um eine bessere Flugeigenschaft zu erwirken.

Die Armbrust galt im Mittelalter als eine sehr verlässliche Waffe, die mit ihrer enormen Kraft auch weit entfernte Ziele erreichte. Damals, vor mehr als 500 Jahren galt ein Neibsheimer Schütze als ganz besonders tapfer: Hans Entenkopf. Ihm zu Ehren wurde die Gruppe der Neibsheimer Armbrustschützen vor fast 40 Jahren gegründet.

Auch vom Festumzug sind die Neibsheimer Armbrustschützen seit 1972 nicht mehr wegzudenken. Bereits zum 14. Mal sind die Mittelalterfreunde mit einem eigenen Lager in diesem Jahr am Seedamm vertreten.

Gäste sind hier jederzeit gerne gesehen und willkommen. Zelte, rustikale Holzbänke, ein mittelalterliches Backhaus, mittelalterliche Gesänge, Trommelklänge und Tänze – all dies macht einen Besuch des Lagers lohnenswert.

 

www.neibsheimer.de

Werner Kratzmeier

0170/5360559

we.kratzmeier@web.de

 


Pfeffersäcke

Pfeffersäcke

Pfeffersäcke - Was bedeutet das, was verbirgt sich dahinter im Mittelalter?

 

"Pfeffersäcke" war eine etwas abfällige und neidische Bezeichnung für Kaufleute, die mit Gewürzen handelten. Man muß bedenken, dass die Gewürze im Mittelalter für die Speisezubereitung sehr wichtig waren. Es gab in dieser Zeit keine Kühlschränke, um speziell Fleisch länger haltbar zu machen. Um das nach sehr kurzer Zeit auftretende "Gschmäckle" zu überdecken, musste für ein genießbares Essen herzhaft gewürzt werden. Aus diesem Grund war es für die Küche der gehobenen Gesellschaft unumgänglich, teure, exotische Gewürze einzusetzen.

 

Die Pfeffersäcke waren die Kaufleute, die dafür sorgten, dass auf dem See- und Landwege diese zum Teil mit Gold aufgewogenen Gewürze und Kräuter in die Küchen der Patrizier und Fürsten kamen. Dies erklärt die Tatsache, dass die Gewürzhändler in der damaligen Zeit ein sehr angesehener Stand waren.

 

Unsere Gruppe hat es sich zum Ziel gemacht, diesen Berufsstand beim Brettener Peter-und-Paul-Fest darzustellen und zu erleben. In unserem Lager präsentieren wir Gerätschaften wie Planwagen für den Transport aus dem fernen Orient (der Heimat vieler Gewürze), das Wohnzelt für die Unterkunft, die Feuerstelle für den täglichen Bedarf und zuletzt den Marktstand mit unserem reichhaltigen Angebot an Kräutern und Gewürzen.

 

Unsere Mitbringsel aus dem Morgenland sind Pfeffer (schwarz und bunt), Nägelein (Nelken), Kardamon, Safran, Muskatnuss, Zimt und Reis. Dieses wird ergänzt durch einheimische Waren wie Lavendel, Lorbeer, Salbei, Rosmarin und Wacholderbeeren. Damit die durch schweres Essen oft angeschlagene Gesundheit nicht zu kurz kommt, bieten wir auch wohltuenden Kräutertrank mit großem Marktgeschrei feil.

 

Bestimmt ergänzen die Pfeffersäcke den Einblick in das mittelalterliche Leben in der Zeit von Brettheim.

 

Thomas Heidelberger

Liebigstr. 20

76646 Bruchsal


Scharfrichter & Gefolge

Scharfrichter & Gefolge

Gegründet wurden die Gruppe “Scharfrichter & Gefolge" als "Unehrbare” 1995, um dann nach einjähriger Konzeption am Peter-und-Paul-Fest 1996 zum ersten Mal in Aktion zu treten.

 

Ziel dieser “Unehrbaren” war und ist es, die sozialen Randgruppen des Spätmittelalters darzustellen, das sogenannte "Unehrbare Handwerk". Die Existenz der "Unehrlichen" Berufe zählt zu den Besonderheiten der mittelalterlichen Ständegesellschaft und ist bis heute noch nicht genau erforscht. Von den anderen Bewohnern der mittelalterlichen Stadt geächtet und gemieden, aber dennoch unentbehrlich für das tägliche (Über-) Leben, führten diese Berufsgruppen ein Leben in der Grauzone. Und dennoch, so sehr man sie auch verachtete, so sehr schätzte man ihre magisch sakralen Kräfte, die der Volksmund ihnen anhängte. So verkauften sie frisch abgeschlagene Diebsdaumen, Schädelmoos, Galgenstricke, Arme- Sünder- Fett, magische Tränke und Salben, Amulette und vieles mehr für teures Geld. Wie oft mußte die Obrigkeit einschreiten, weil sich die wütenden Medici um ihre Kundschaft gebracht sahen.

 

Dirk Steinhilper
Hirschstr. 41
75015 Bretten

www.scharfrichter.org


Schäfergruppe Bretten e. V.

Schäfergruppe Bretten e. V.

Auf dem Rathausplatz vor dem neuen Rathaus und dem Amtshaus wird jährlich zum Peter-und-Paul-Fest das Schäferlager der Schäfergruppe Bretten aufgeschlagen. Diese Gruppe wurde 1956 ins Leben gerufen, als man zum Festzug vom Elfingerhof eine Schafherde holte und sie Otto Hoffmann mit einigen jungen Leuten anvertraute. Diese Gruppe schien sich 1963 aufzulösen, weshalb man den Vereinsjugendleiter des TV 1846 Bretten, Gerfried Dörr bat, diese Gruppe mit der Turnerjugend zu übernehmen. Man begann, sich in die Geschichte der Brettener Schäferei einzulesen und beschloss, beim Peter-und-Paul-Fest das Schäfertreiben früherer Jahrhunderte wieder aufleben zu lassen, einer Zeit, als sich in Brettheim jedes Jahr am 10. August, dem Laurentiustag, die Schäfer aus dem südwestdeutschen Raum trafen. Dieser Brauch war 1848 zu Ende gegangen. 1967 zur 1200-Jahresfeier der Stadt Bretten stellte die Schäfergruppe ihren Schäfertanzzyklus vor, den sie jährlich in Bretten tanzt, mit dem sie aber auch in Süddeutschland und weit darüber hinaus auf historischen Festen bekannt wurde. Die Musik spielt eine eigene Musikgruppe.

 

1979 wurde in Erinnerung an den "Engel", in dem sich die Schäfer bei ihrem Schäferfest immer getroffen hatten, das 1. Schäferstüble in der Melanchthonstraße und später unter dem Pfeiferturm eröffnet. Auch einen Schäferwagen hatte sich die Gruppe inzwischen in Eigenarbeit gebaut. 1982 liefen die Schäferinnen und Schäfer erstmals wieder beim Brettener Schäfersprung um die Ehre, Schäferkönigin und Schäferkönig zu werden. Die Sieger erhalten dabei ein Schaffell und den Pokal. Inzwischen war die Gruppe auf über 80 Mitglieder angewachsen und der Platz am Pfeiferturm wurde zu klein. Auch störte der Trubel des benachbarten Vergnügungsparks. So zog man 1989 auf den Rathausvorplatz, wo man ein ideales Domizil gefunden hat. 1989 gründete man dann einen eingetragenen Verein, der heute 135 Mitglieder hat und der auch über das Peter-und-Paul-Fest hinaus unsere Stadt und ihr Heimatfest bei vielen Besuchen von mittelalterlichen Festen bekannt macht.

 

Gerfried Dörr

Im Grüner 10

75015 Bretten

www.schaefergruppe-bretten.de


Schmiedegruppe

Schmiedegruppe

Die Waffenschmiede des kurpfälzischen Rüstmeisters und seiner Majestät Hoflieferant Georg Schwartzerdt zu Brettheim 1504 - Die Schmiedegruppe Bretten.

 

Georg Schwartzerdt war der Vater Philipp Melanchthons und seines Zeichens Waffenschmied und Rüstmeister der Kurpfalz. Ein Mann also, der seine Stadt für die Verteidigung gut rüsten und beraten konnte. Als Namenspatron der gleichnamigen "Schmiedegruppe Georg Schwartzerdt" ist er eine der bekannten Figuren in der am Peter-und-Paul-Fest zum Leben erwachenden Brettener Historie.

 

Aus der zur 1200-Jahrfeier von Günter Ammann, Erich Winterle und Gunther Kropp ins Leben gerufenen kleinen Festzuggruppe entwickelte sich die heutige "Schmiedegruppe Georg Schwartzerdt 1504". 1980 wurden das erste Mal auf dem Peter-und-Paul-Fest von Dieter Ammann und Thomas Gropp Waffen geschmiedet und damit eine Idee von Manfred Klöpfer zum "Leben und Treiben 1504" in die Tat umgesetzt. Im ersten Jahr auf dem Marktplatz wurde noch Samstagnachmittag aufgebaut und in den frühen Abendstunden bereits sämtliche Gerätschaften wieder weggeräumt. Bereits beim 2. Auftritt der Schmiede zu Peter-und-Paul 1981 waren Hubert Ammann, Rolf Reutlinger, Dieter Zürner und Martin Traut mit dabei. In den Folgejahren waren die Schmiede mit dem Klang von Hammer und Amboß und dem unverkennbaren Geruch ihres Feuers immer wieder die Vorreiter, wenn es galt, neue Festbereiche zu erschließen. Was ursprünglich am Marktplatz begann, führte über viele Stationen zum heutigen Standort vor der Bibliothek.

 

Dieter Ammann

Gewerbestr. 77

75015 Bretten


Schola Cantorum Tribus Brettae

Schola Cantorum Tribus Brettae

SCHOLA CANTORUM TRIBUS BRETTAE

ist eine Gruppe von ca. 18 Sängerinnen und Sängern aus dem Kirchenbezirk Bretten, die es sich unter der Leitung von Bezirkskantorin Bärbel Tschochohei zur Aufgabe gemacht hat, "Gregorianische Choräle" den Menschen nahe zu bringen. Gregorianische Gesänge sind einstimmige Melodien zu biblischen Texten, die siebenmal am Tag, also alle drei Stunden, als Stundengebet gesungen werden.

 

Die beim Peter-und-Paul-Fest dargebrachten Gesänge stammen aus einer Quelle aus dem Jahre 1504 und sind ausnahmslos Gesänge zum Tag Peter-und-Paul. Die Gruppe trat zum ersten Mal im Jahre 1997 während des Fests im Melanchthonhaus auf und hat seit 1998 ihr Lager auf dem Kirchplatz, beim Eingang zum Gemeindehaus aufgeschlagen.

 

Irmgard Frank
Gartenstr. 12-14
75038 Oberderdingen


Stadtwache Bretten e. V.

Stadtwache Bretten e. V.

Gegründet im Jahre 1987, nimmt die Stadtwache, bestehend aus etwa 90 Mitgliedern, seit 1988 am Peter-und-Paul-Fest teil. Quartier hält sie im Hof der Diakonie, unterhalb der Stiftskirche, mit einem Außenlager zwischen Diakonie und städtischer Bücherei. Neben der Bewirtung der Gäste bietet die Stadtwache samstags und sonntags ein Programm, bestehend aus Musikstücken, Tanz, Theaterspiel und sonstigen Szenen aus dem Mittelalter.

 

Die Stadtwache stellten die Brettener Bürger zur Verteidigung der Stadt in Kriegszeiten, neben den für Sold angeheuerten Landsknechten. Urkundlich erwähnt werden "stattwechter" bereits in den Jahren 1315 und 1406. Bewaffnet waren die Stadtwächter mit Halmbarte (Halm = Stange; Barte = Beil), Degen und einem Beil, das an einem Ring vor der Brust getragen wurde. Auch bei dem erfolgreichen Ausfall am Freitag, den 28.06.1504, war die Stadtwache beteiligt , und zwar zwischen dem sogenannten kleinen und dem großen Haufen, wobei sich die Bürger der Stadt an den Geschützen der Württemberger zu schaffen machten und mehrere Geschütze des Feindes in die Stadt gebracht werden konnten. In Friedenszeiten bestand die Aufgabe der Stadtwache unter anderem im Eintreiben von Bußgeldern, des weiteren wurden Turm-, Tor,- Feuerwächter usw. gestellt.

 

Siegfried Hauf
Leibnizstr. 20
75015 Bretten

www.stadtwache-bretten.de


Steinmetz und Weberei

Steinmetz und Weberei

Diese kleine Gruppe gibt es seit 1998. Sie zeigt zwei sehr unterschiedliche Berufe: Nach allen Seiten stieben die Splitter, wenn der Steinmetz unförmige Gesteinsbrocken mit Kraft und Ausdauer bearbeitet, bis sie zu Quadern und Kugeln werden. Daneben sitzt die Bandweberin und fertigt geschickt aus farbigen Garnen nützliche Bänder in verschiedenen Mustern. So werden wir auch "Die flausigen Handwerker" genannt.

 

Angelika Rapf
Mörikeweg 31
75015 Bretten


Tolstafanz

Tolstafanz

Tolstafanz spielt traditionelle Dudelsackmusik aus der Klangwelt der mittelalterlichen Spilleute, ganz nach dem Vorbild unserer vagabundierenden Vorfahren. Wir schöpfen aus unserem reichhaltigen Fundus an überliefertem Liedgut der Gotik, der Renaissance und auch neueren traditionellen Liedern. Mit Sackpfeifen, Schalmeien, Cistern, Schlüsselfidel und vielen Trummeln bekommt ihr was auf die Ohren.

 

Wir verzaubern mit Tanz und Mummenschanz, mit Feuerbildern, all das in historischer Gewandung. Wir spielen für euch - und mit euch

 

www.tolstafanz.de


Verein zur Pflege des traditionellen Handwerks Bretten e.V.

Verein zur Pflege des traditionellen Handwerks Bretten e.V.

Ehrbare Zünfte Brettheim – traditionelles Handwerk neu belebt

 

25 & 1 Jahr „Die ehrbaren Zünfte Brettheim“
Auch ein Jahr nach dem 25-jährigen „Ehrbare Zünfte Brettheim“ oder „Verein zur Pflege des traditionellen Handwerks Bretten e.V.“ werden die Zünfte nicht müde ihre Kenntnisse an Peter und Paul in der „Handwerkergasse“ einem breiten Publikum zu zeigen und darzustellen.

„Handwerk hat goldenen Boden": Das alte Sprichwort galt nicht immer. Die Zeit um 1504 war geprägt vom Handwerk. Die Handwerker waren neben den Bauern diejenigen, die das wirtschaftliche Leben der unteren Schichten bestimmten. So nimmt es nicht Wunder, dass in Bretten während des Fests alle wichtigen Handwerkskünste vorgestellt werden und das so authentisch und lebendig wie möglich.
Die Kreuzung der Oberen und Unteren Kirchgasse ist seit Jahren das Domizil der
Handwerker. Eine große Zunftfahne und die Jubiläumsfahne weisen den Besuchern den Weg. Was sonst am frühen Morgen beginnt, das Tagwerk der Handwerker anno 1504, beginnt während des Fests am Samstagnachmittag gegen 15 Uhr. Erst mit Einbruch der Nacht fallen die Werkzeuge. Bis dahin wird gehämmert, gebohrt, gebunden.

 

Mehr Informationen über die Ehrbaren Zünfte finden Sie auch unter www.ehrbare-zuenfte.de

 

Werner Zailer
Hauptstr. 62
75015 Bretten


Wäscherinnen

Wäscherinnen

In der mittelalterlichen Ständegesellschaft gehörten sie der untersten Schicht an: die Wäscherinnen. Der Mittelschicht und den Bessergestellten nahmen sie die harte und mühsame Arbeit des Wäschewaschens ab und nur darum waren sie geduldet. Ihre "Wäschebatscher", Steine und das klare Wasser aus Flüssen und Brunnen waren ihr Handwerkszeug. Die schweißtreibende Arbeit wurde vor den Stadttoren verrichtet.

 

Das Linnen und die Wäsche wurden auf "Bleichwiesen" ausgebreitet, mit Wasser benetzt und mit Hilfe der Sonne gebleicht. Dadurch wurde die Wäsche annähernd weiß. An den weißen Häubchen und Blusen ihrer Gewänder sind auch heute Brettener Wäscherinnen zu erkennen, die seit 1980 das Peter- und- Paul- Fest mitgestalten. Die Gruppe der Wäscherinnen umfaßt mittlerweile 16 Frauen, deren Gewänder nach zeitgenössischen Bildern und Stichen selbst angefertigt sind. Während des Festtages gestaltet die Gruppe den Festumzug mit und führt beim mittelalterlichen Treiben vor, wie vor 500 Jahren die Wäsche gewaschen wurde.

 

Tatjana Grath
Eberhardstr. 1a
76646 Bruchsal

Tel./Fax: 07251/55827


Zehrhaus Paravicini 1504 e.V.

Zehrhaus Paravicini 1504 e.V.

Die Gruppe entstand 1996 und nahm auch in diesem Jahr zum ersten Mal an Peter-und-Paul teil. Sie hat heute 42 aktive Mitglieder und viele Freunde. Vereinszweck ist die Teilnahme an Peter-und-Paul und hier insbesondere die Darstellung eines Zehrhauses, verbunden mit einem Aufführungsort (Beyle-Hof). Dort werden für Gewandträger und Besucher Speisen und Getränke bereitgehalten und eine Möglichkeit geboten, sich zusammen, ohne strenge Abgrenzung, zu amüsieren. Daneben haben wir zum Melanchthonjahr am 31.05.1997 eine Tafeley veranstaltet, die sehr großen Anklang fand und welche wir noch einmal, mit dem gleichen Erfolg, außerhalb Brettens wiederholten. Einige der Mitglieder verfügen über professionelle Erfahrung im Gastronomiebereich, was uns insbesondere in der Ablauforganisation sehr behilflich ist. Das eigentliche Fest lebt aber überwiegend aus der Begeisterung und dem Improvisationstalent der einzelnen Mitglieder. Unser Angebot wird durch eine künstlerische Umrahmung, insbesondere der einheimischen Gruppen, ergänzt, wofür wir sehr dankbar sind. Dafür erhalten diese auch ausreichende Verpflegung von uns, wofür diese wohl auch dankbar sind.

 

Zehrhaus Paravicini 1504 e.V.
Postfach1612
75006 Bretten

www.zehrhaus-paravicini.de


Zigeunergruppe

Zigeunergruppe

Barfuß durch Brettens Gassen

 

Seit 1957 gehört die "Zigeuner-Gruppe" mit ihren ärmlich gekleideten und barfüßigen Mitgliedern als "Fahrendes Volk" zum festen Bestandteil des mittelalterlichen Peter-und-Paul-Festes. Inspiriert durch einen Besuch der Landshuter Fürstenhochzeit entstand die Idee, sich als "Fahrende", angeschlossen an Landsknechtsgruppen oder städtische Müßiggänger, in zwielichtiger Existenz darzustellen. Achtung, Missachtung und Ansehen hingen im Mittelalter in entscheidendem Maße von der Kleidung ab, die einen wesentlichen Teil der persönlichen Habe ausmachte; durch ihre Kleidung sind die "Fahrenden" schon äußerlich als Außenseiter erkennbar. Dem Schicksal der Armut ausgeliefert und schutzlos innerhalb der Stadtmauern ein Lager suchend, trug die Gruppe die Entwicklung des Peter-und-Paul-Festes über die Nachkriegsjahre zum nunmehr schon seit den 80er Jahren bestehenden "Mittelalterlichen Treiben" mit. Die Vernachlässigung der gewohnten ständischen Ordnung innerhalb des Mittelalters und die Lebhaftigkeit in der Darstellung einer Randgruppe der mittelalterlichen Gesellschaft trug der Gruppe schnell den Namen "Zigeuner" ein.

 

Mit hintergründiger Ironie wird jedoch als stolze Selbstbezeichnung der Begriff fahrendes "Volk" gepflegt, der ansonsten nur höheren Herrschaften vorbehalten war und damit die Oberschicht der "Fahrenden" selbstbewusst repräsentiert. Eine einheitliche Gruppe entsteht über die Jahre durch die Einbeziehung verschiedener Familiensippen jedoch nicht.

 

Rudi Lehnert
Dr. Alfred Neff Str. 5
75015 Bretten


Zinngießergruppe "Georg Archus"

Zinngießergruppe "Georg Archus"

Die Zinngießergruppe „Georg Archus“ besteht aus den Bewohnern und MitarbeiterInnen der Aussenwohngruppe „Arche Noah“ des Evang. Hohberghauses in Bretten-Sprantal. Seit 1999 beschäftigen sich die Kinder und Jugendlichen das ganze Jahr über immer wieder mit mittelalterlichen Themen. Mittels einer kleinen Literatursammlung, durch praktische Arbeiten und auch einige Museumsbesuche im Jahresverlauf konnte so das Wissen und das Interesse am Projekt bei den TeilnehmerInnen immer weiter vertieft werden.

 

Nach dem Peter-und-Paul-Fest 2000 reifte die Idee, als eigenständige Gruppe aufzutreten. Mit dem Zinnguss wurde ein interessantes und bislang nicht vertretenes Betätigungsfeld gefunden. Seither vergeht kaum ein Tag, an dem das Gießen nicht Thema von Gesprächen, Nachforschungen und neuen Ideen ist...

 

Viele Arbeiten an der Lagerausrüstung wurden in den folgenden Monaten von fleißigen Händen geleistet und so konnten wir erstmals stolz unsere eigene Gruppe auf dem Peter-und-Paul-Fest 2001 präsentieren. Der große Zuspruch von anderen mittelalterlichen Gruppen und dem Publikum bestärkte uns in dem Gefühl, mit dieser Projektarbeit einen guten Beitrag dafür zu leisten, dass unsere Kinder und Jugendlichen sich im Rahmen dieses schönen Festes darstellen und Neues ausprobieren können.

 

Dem interessierten Zuschauer wollen wir durch kleine Vorführungen einen Eindruck über die Kunst des Zinngießens vermitteln. Im persönlichen Kontakt mit anderen Gewandträgern und Besuchern freuen wir uns, Wissenswertes auszutauschen und immer wieder neue Anregungen und Tipps zu erhalten.

 

Götz Baganz
Zwickerweg 6
75015 Bretten-Sprantal
Tel.: 07252 / 587-190

ulricherich@gmx.de

www.zinngiesser-bretten.de