Markt und Tafeley
Ein riesiges mittelalterliches Markttreiben mit abendlicher „Tafeley“ unter freiem Himmel ist das erste Großereignis des Festjahres.
Am 22. und 23. Mai lebt auf dem Marktplatz und den umliegenden Plätzen und Gassen die seit dem Mittelalter verbriefte Brettener Markttradition wieder auf.
Im alten Rathaus ist eine Gewandbörse geplant, bei der die Markbesucher stilgerechte Gewänder erstehen können.
Markt und Tafeley
Genau wie damals bevölkern 2004 Händler die Stadt. Sie stellen die Versorgung der Stadt mit Obst, Gemüse, Gewürzen, Blumen, Fleisch und ofenfrischen Backwaren sicher. Der Viehmarkt findet sich im und um den Amtshof. Mit Tieren, die Landwirte schon im Mittelalter gehalten haben, wie Hinterwälder-Rinder, Pferde, Schweine und Geflügel.
Die Handwerker bauen ihre Stände in den umliegenden Gassen auf und bieten ihre Waren feil Zur Unterhaltung und Belustigung sind Gaukler, Musiker und Tänzer unterwegs. Zahlreiche Vorführungen und Spiele für Kinder werden aufgebaut.
Bretten im Mittelalter
Die Stadt ist Knotenpunkt zweier wichtiger mittelalterlicher Handelsstraßen: Der von Italien nach Frankfurt und der von Straßburg nach Nürnberg. So nimmt es nicht Wunder, hier Kaufleute, Händler, aber auch Bauern und Handwerker aus dem weiten Umland zu finden. Zu den seit 1492 regelmäßig abgehaltenen Brettener Jahrmärkten kommen Kaufleute von überall her.
Viermal jährlich finden die zweiwöchigen Jahrmärkte zu festen Terminen statt: Im Februar am ersten Fastensonntag, am 23. April zum St. Georgs-Tag, am 10. August zum St. Lauren-tius-Tag und am 18. Oktober zum St. Lucas-Tag. Bretten verfügt neben diesem Marktrecht, das Philipp der Aufrichtige, Kurfürst der Kurpfalz, erteilt hatte, auch über das Münzrecht. Zudem hat der Fürst der Stadt ein Wegezoll-Recht für den Bau von Wegen und Brücken bewilligt.
Am Jahrmarkttag wurden seit jeher nicht nur frische Nahrungsmittel oder neue Waren angeboten. Diese Märkte waren auch - mangels anderer Möglichkeiten - willkommene Gelegenheit, Neuigkeiten auszutauschen.
Zur Feier des Tages soll der erste Markttag am 22. Mai 2004 mit einem großen mittelalterlichen Festmahl unter freiem Himmel auf dem Brettener Marktplatz für etwa 250 Gäste aus Nah und Fern seinen Höhepunkt finden. Großen Wert legt man auf zusätzliche Annehmlichkeiten wie Gesang und der Musik. Ebenso wichtig ist der richtige Zeitpunkt der Mahlzeit und dass sie ohne Eile eingenommen werden konnte.
Vom Gastgeber verlangt man, dass er seine Gäste durch Heiterkeit erfreue: Ein Essen ist nichts wert, wenn das Gesicht des Wirtes finstere Züge zeigt.





