Der große Peter-und-Paul-Festzug

Sonntag, 30. Juni 2019

14.00 Aufstellung – 14.30 Uhr Start des Festzuges

Drei Böllerschüsse künden den Festzug an

 Festzugweg: Weißhofer Straße – Marktplatz – Melanchthonstraße – Gartenstraße – Friedenstraße – Bismarckstraße – Kaiserdenkmal* – Melanchthonstraße – Am Gottesackertor *

* Aus Sicherheitsgründen verlassen einige Pferdegespanne den Festzug am Kaiserdenkmal

Bitte den Festzugweg freihalten!


Vor dem Festzug unterhalten Komödianten und Spielleute:

Die Puppenspieler Burattini mit ihrer vorwitzigen lebensgroßen Marionette

Mittelalterliche Fechtszenen mit Sicarius.

 

 

 

Die Wehrhaftigkeit der Bürger von 1504 setzte sich in den nachfolgenden Jahrhunderten in den Schützengesellschaften fort. Daraus entstanden im 18. und 19. Jh. die Bürgerwehren und Milizen, deren Uniformierung in der napoleonischen Zeit ihren Höhepunkt hatte.

  1. Bürgerwache Crailsheim
    Kdt. und Landeskommandant des Landesverbandes der Historischen Bürgerwehren und Stadtgarden Württemberg-Hohenzollern Oberst Jürgen Rosenäcker
    Musikzug, Bürgerwehr

  2. Historische Bürgerwehr Karlsruhe
    Kdt. Hauptmann Karl Leis
    Bürgerwehr, Biedermeiergruppe

  3. Heimatvereinigung "Oald Bensem"
    Hist. Bürgerwehr Bensheim - Biedermeiergruppe
    Kdt. Major Werner Rödel
    Spielmannszug, Bürgerwehr, Biedermeiergruppe

  4. Bürgergarde Ellwangen/Jagst
    Kdt. Hauptmann Hans-Peter Schmidt
    Spielmannszug, Bürgergarde, Trachtendamen

  5. Bürgergarde Gengenbach
    Kdt. Hauptmann Werner Friedmann
    Fanfarenzug, Bürgerwehr

  6. Hist. Bürgerwehr Ettlingen 1715 e.V.
    Kdt. Hauptmann Thilo Florl
    Musikkapelle, Bürgerwehr

  7. Bürgerwehr Tiengen
    Kdt. Hauptmann Jürgen Baumgärtner
    Spielmannszug, Bürgerwehr

  8. Bürgerwehr "Alt-Weinheim"
    Kdt. Hauptmann Axel Wörtge
    Bürgerwehr

  9. Schützenkönig und Jungschützenkönig zu Brettheim
    beim Ausmarsch zum Freischießen an Peter und Paul 1848

  10. Historische Bürgerwehr der Stadt Bretten
    Kdt. und stv. Landeskommandant Hauptmann Dieter Petri
    Ehrenkommandant und Ehrenlandeskommandant Oberst Rudolf Heß
    Ehrenkutsche, Artillerie mit Stadtkanone, Musikzug, Bürgerwehr

  11. Die Quacksalber mit Gaukelei und Comedia

  12. Eine Schar fröhlicher Kinder und Brettener Volkukelei und Comedia

  13. Fahnenschwinger Contrada della Corte aus Italien

  14. Gaukler und Spielleute „Loeffelstielzchen“ mit ihren originalgetreuen Instrumenten

     

     

       

    Die Stadt war in der 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts vollständig von einer Mauer umgeben. Ältester Teil dieser Mauer ist der um 1350 erbaute Simmelturm. Um 1450 entstand der Pfeiferturm. Pünktlich zum Jubiläumsjahr wurde der komplett sanierte Turm im April 2017 wieder eröffnet.

    1. Fanfaren- und Trommlerzug Bretten 1504 in den blau-weißen Farben der Stadt.

    2. Vogt Conrad von Sickingen mit seiner Frau Christine Köth von Wanscheid und Gefolge.

    3. Die Stadtwache mit den Hauptmännern Jörg von Rosenberg und Zeisolf von Adelshofen gefolgt von Trommlern und zum Kampf formierten Helmpartern. Bürgerinnen und Kinder geleiten den Reißwagen.

    4. Trommler und Fahnenschwinger mit den Wappenzeichen kurpfälzischer Familien.

    5. Der Amtsschultheiß Hans Lott und Mitgliedern des Brettener Rats.

    6. Herold und Reiter mit dem Banner der Stadt

    7. Reiche Bürger mit Prunkwagen und dem Gefolge zu Pferd

    8. Gewürz- und Weinhändler

    9. Ein Kaufmannswagen und wohlhabende Krämer

    10. Die Gruschdler werden vom Wanderprediger Bruder Hubertus begleitet.

    11. Die Pfeffersäcke handelten mit wertvollen Gewürzen.

    12. Fanfarenzug Rottenburg

    13. Das Zehrhaus Paravicini erinnert an ein Gasthaus um 1504.

    14. Gelahrte und Gereiste mit Reisewagen

    15. Der Medicus, Kräuterweiber, weise Frauen und ein Feldpater

    16. Mönche und Laienbrüder aus Herrenalb, Nonnen aus dem Kloster Frauenalb

    17. Beim Steinhaus wurde während der Belagerung eine öffentliche Garküche eingerichtet, die kostenlos Verpflegung ausgab.

    18. Der Scharfrichter des Oberamtes. Schwertträger und Wasenmeister, Frouwenwirtin, heilkundige und freie Frouwen.

    19. Die Hebammen, Begleiterinnen bei Schwangerschaft und Geburt.

    20. Das Bettelvolk mit einem Wagen.

    21. Kurfürstliche Fanfarenbläser und Trommler der Melanchthon Herolde Bretten

    Bretten, das schon vor 1148 das Marktrecht besaß, ist Knotenpunkt zweier wichtiger mittelalterlicher Handelsstraßen. Auf den seit 1492 regelmäßig abgehaltenen Brettener Jahrmärkten wurden vor allem Tuche, landwirtschaftliche Geräte und Nahrungsmittel gehandelt. Auf dem Wochenmarkt boten Weinhändler, Klein- und Gewürzkrämer ihre Waren an.

    1. Zeidler ernten Honig und Wachs, außerdem sorgen sie für das Wohl der Bienen.'

    2. Besonders dankbar für die Befriedung des Landes erweisen Bauern des Umlandes ihre Referenz. Auch die Tiere, ihren ganzen Stolz, führen sie heute durch die Stadt.

    3. Schmücker mit bunten Gebinden

    4. Hundeverein mit Wahrzeichen der Stadt: das "Brettener Hundle"

    5. Die Schäferzunft des Oberamts Bretten mit Zunftfahne und Zunftmeister, den Siegern des Schäfersprungs, Obermeister und Schäfer

    6. Fanfarenzug Weiher

     

     

    Gewerbetreibende, Handwerker, Gesellen und Lehrjungen bildeten den größten Teil der Brettheimer Bevölkerung. 1540 zählte man 44 verschiedene Handwerksberufe. Die Handwerker waren in Zünften organisiert und lebten vom beträchtlichen Durchgangsverkehr und der Versorgung des Umlands.

    1. Die Zunftfahnen, Zunftmeister, Gesellen und Zunftlade der "Ehrbaren Zünfte Brettheim": Glaser, Leiterbauer, Korbmacher, Schreiner, Hutfilzer und Lederer, Küfer und Fasswagen.

    2. Seifensieder

    3. Wäscherinnen

    4. Steinmetz und Weber
    5. Die Käser bieten über das Fest selbstgemachten Käse an.

    6. Bierbrauer mit Zunftfahne

    7. Eine Abordnung des Verbands Südwestdeutscher Fanfarenzüge bestehend aus den Zügen Ensdorf und Hagenbach

    8. Die Bruderschaft der freien Zünfte: Drechsler, Töpfer, Flachsbauer und Spinner präsentieren ihren Beruf.

    9. Schmiede mit einem Rüstwagen

    10. Kettenhemdmacher

    11. Zinngießergruppe „Georg Archus“ : der Handwagen trägt Gefäße und Schmuck aus Zinn.

    12. Köhler mit Holz- und Kohlewagen

    13. Tagelöhner

    14. Fanfarencorps Landsknechte Halver

     

     

    Das größte Ereignis in der Geschichte der Stadt war die Belagerung durch Herzog Ulrich von Württemberg. Kurfürst Philipp hatte diese Absicht früh erkannt und verstärkte die Verteidigung mit Ausrüstung und Leuten. Die folgenden Gruppen und Persönlichkeiten hat uns Georg Schwartzerdt, der Bruder Philipp Melanchthons, in der Beschreibung des Ausfalls vom 28. Juni 1504 überliefert.

     

    1. Kurprinz Ludwig und Marsilius von Reiffenberg, oberster Feldhauptmann der Verteidiger von

      Brettheim, mit einer Leibgarde aus Schweizer Reisläufern.

    2. Von der Kurpfalz angeworbene und aufgebotene Ritter des Kraichgau-Adels mit dem Wappen der "5 Schneeballen Flehingen-Sickingen". Bewaffnete Knechte mit Helm und Harnisch geleiten die adligen Herren und ihre Edelfrauen.

    3. Armbrustschützen um Hans Entenkopf aus Neipsen

    4. Der gewaltige Haufen wird angeführt von Hauptmann Gerstenacker und den Hauptleuten. Fußvolk in gevierter Ordnung mit Spießer und Helmparter, Trommler, Pfeifer und Fähnrich flankiert von Doppelsöldnern und Bogenschützen.
      Die Feldverpflegung mit Handwagen.
      Der Tross: angeführt vom Trosswaibl mit Steckenknechten, Marketenderei, Trossweibern,
      Huren und dem Marketenderwagen

    5. Fanfarenzug Heidelsheim

    6. Die Bürgerwehr Heydolfesheim mit Spießern, Büchsenschützen und Helmpartern.

    7. Brettener Artillerie: eine Feldkartaune, der Balduff mit seinem Zubehör, 2 Schlangen, Hakenbüchsen, Büchsenmeister und Stückknechte

    8. Der Feldscher versorgte die Verletzten auf dem Schlachtfeld und im Lager.

    9. Fanfarenzug der Kolpingfamilie Kisslegg

     

     

     

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