Der große Peter-und-Paul-Festzug

Sonntag, 1. Juli 2018

14.00 Aufstellung – 14.30 Uhr Start des Festzuges

Drei Böllerschüsse künden den Festzug an

 Festzugweg: Weißhofer Straße – Marktplatz – Melanchthonstraße – Gartenstraße – Friedenstraße – Bismarckstraße – Kaiserdenkmal* – Melanchthonstraße – Am Gottesackertor *

* Aus Sicherheitsgründen verlassen einige Pferdegespanne den Festzug am Kaiserdenkmal

Bitte den Festzugweg freihalten!


Vor dem Festzug unterhalten Komödianten und Spielleute:

Die Puppenspieler Burattini mit ihrer vorwitzigen lebensgroßen Marionette

Mittelalterliche Fechtszenen mit Sicarius.

 

  1.  Fahnenschwinger Contrada della Corte aus Italien

  2.  Gaukler und Spielleute "Loeffelstielzchen" mit ihren originalgetreuen Instrumenten.

  3.  Eine Schar fröhlicher Kinder und Brettener Volk

  4.  Die Quacksalber mit Gaukelei und Comedia

  5.  Kurfürstliche Fanfarenbläser und Trommler der Melanchthon Herolde Bretten

Das größte Ereignis in der Geschichte der Stadt war die Belagerung durch Herzog Ulrich von Württemberg. Kurfürst Philipp hatte diese Absicht früh erkannt und verstärkte die Verteidigung mit Ausrüstung und Leuten. Die folgenden Gruppen und Persönlichkeiten hat uns Georg Schwartzerdt, der Bruder Melanchthons, in der Beschreibung des Ausfalls vom 28. Juni 1504 überliefert. 

  1. Kurprinz Ludwig inspiziert mit Brettener Bürgern die Stadt nach dem Ausfall.

  2. Marsilius von Reiffenberg, oberster Feldhauptmann der Verteidiger von Brettheim, mit einer Leibgarde aus Schweizer Reisläufern.

  3. Von der Kurpfalz angeworbene und aufgebotene Ritter des Kraichgau-Adels mit dem Wappen der "5 Schneeballen Flehingen-Sickingen". Bewaffnete Knechte mit Helm und Harnisch geleiten die adligen Herren und ihre Edelfrauen.

  4. Armbrustschützen um Hans Entenkopf aus Neipsen.

  5. Der gewaltige Haufen wird angeführt von Hauptmann Gerstenacker und den Hauptleuten.
    Fußvolk in gevierter Ordnung mit Spießer und Helmparter, Trommler, Pfeifer und Fähnrich flankiert von Doppelsöldnern und Bogenschützen.

    Die Feldverpflegung mit Handwagen

    Der Tross: angeführt vom Trosswaibl mit Steckenknechten, Marketenderei, Trossweibern, Huren und dem Marketenderwagen.

  6. Fanfarenzug Heidelsheim.

  7. Die Bürgerwehr Heydolfesheim mit Spießern, Büchsenschützen und Helmpartern.

  8. Brettener Artillerie: eine Feldkartaune, der Balduff mit seinem Zubehör, 2 Schlangen, Hakenbüchsen, Büchsenmeister und Stückknechte.

  9. Der Feldscher versorgte die Verletzten auf dem Schlachtfeld und im Lager. 

Die Stadt war in der 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts vollständig von einer Mauer umgeben. Ältester Teil dieser Mauer ist der um 1350 erbaute Simmelturm. Um 1450 entstand der Pfeiferturm. Pünktlich zum Jubiläumsjahr wurde der komplett sanierte Turm im April 2017 wieder eröffnet.

  1. Fanfaren- und Trommlerzug Bretten 1504 in den blau-weißen Farben der Stadt.

  2. Herold und Reiter mit dem Banner der Stadt.

  3. Vogt Conrad von Sickingen mit seiner Frau Christine Köth von Wanscheid und Gefolge.

  4. Die Stadtwache mit den Hauptmännern Jörg von Rosenberg und Zeisolf von Adelshofen gefolgt von Trommlern und zum Kampf formierten Helmpartern. Bürgerinnen und Kinder geleiten den Reißwagen.

  5. Trommler und Fahnenschwinger mit den Wappenzeichen kurpfälzischer Familien.

  6. Der Amtsschultheiß Hans Lott und Mitgliedern des Brettener Rats.

  7. Reiche Bürger - Johann Reuter und Patrizier.

  8. Gelahrte und Gereiste, ein Reisewagen und Gefolge zu Pferd.

  9. Der Medicus, Kräuterweiber, weise Frauen und ein Feldpater.

  10. Mönche und Laienbrüder aus Herrenalb, Nonnen aus dem Kloster Frauenalb.

  11. Beim Steinhaus wurde während der Belagerung eine öffentliche Garküche eingerichtet, die kostenlos Verpflegung ausgab.

  12. Der Scharfrichter des Oberamtes. Schwertträger und Wasenmeister, Frouwenwirtin, heilkundige und freie Frouwen.

  13. Die Hebammen, Begleiterinnen bei Schwangerschaft und Geburt.

  14. Das Bettelvolk mit einem Wagen.

  15. Bad Rappenauer Landjugend Fanfarengilde Elsenzgau e.V. 

Gewerbetreibende, Handwerker, Gesellen und Lehrjungen bildeten den größten Teil der Brettheimer Bevölkerung. 1540 zählte man 44 verschiedene Handwerksberufe. Die Handwerker waren in Zünften organisiert und lebten vom beträchtlichen Durchgangsverkehr und der Versorgung des Umlands.

  1. Die Zunftfahnen, Zunftmeister, Gesellen und Zunftlade der "Ehrbaren Zünfte Brettheim": Glaser, Leiterbauer, Korbmacher, Schreiner, Hutfilzer und Lederer, Küfer und Fasswagen.

  2. Seifensieder

  3. Wäscherinnen

  4. Steinmetz und Weber

  5. Perkeo Fanfarenzug aus der kurpfälzischen Residenz Heidelberg

  6. Die Bruderschaft der freien Zünfte: Drechsler, Töpfer, Flachsbauer und Spinner präsentieren ihren Beruf.

  7. Schmiede mit einem Rüstwagen

  8. Zinngießergruppe „Georg Archus“ : der Handwagen trägt Gefäße und Schmuck aus Zinn.

  9. Köhler mit Holz- und Kohlewagen

  10. Tagelöhner

  11. Fanfarenzug Schwarzenberg Herolde Waldkirch

 

 

Bretten, das schon vor 1148 das Marktrecht besaß, ist Knotenpunkt zweier wichtiger mittelalterlicher Handelsstraßen. Auf den seit 1492 regelmäßig abgehaltenen Brettener Jahrmärkten wurden vor allem Tuche, landwirtschaftliche Geräte und Nahrungsmittel gehandelt. Auf dem Wochenmarkt boten Weinhändler, Klein- und Gewürzkrämer ihre Waren an.

  1. Gewürz- und Weinhändler

  2. Ein Kaufmannswagen und wohlhabende Krämer.

  3. Die Gruschdler werden vom Wanderprediger Bruder Hubertus begleitet.
     
  4. Bierbrauer mit Zunftfahne.

  5. Die Käser bieten über das Fest selbstgemachten Käse an.

  6. Das Zehrhaus Paravicini erinnert an ein Gasthaus um 1504.

  7. Die „Pfeffersäcke“ handelten mit wertvollen Gewürzen.

  8. Historischer Fanfarenzug Hirrlingen e.V.

  9. Zeidler ernten Honig und Wachs, außerdem sorgen sie für das Wohl der Bienen.

  10. Besonders dankbar für die Befriedung des Landes erweisen Bauern des Umlandes ihre Referenz. Auch die Tiere, ihren ganzen Stolz, führen sie heute durch die Stadt.

  11. Schmücker

  12. Die Schäferzunft des Oberamts Bretten mit Zunftfahne und Zunftmeister, den Siegern des Schäfersprungs, Obermeister und Schäfer.

  13. Das "Brettener Hundle" ist ein Wahrzeichen der Stadt.

  14. Fanfarenzug Weiher

 

 

Die Wehrhaftigkeit der Bürger von 1504 setzte sich in den nachfolgenden Jahrhunderten in den Schützengesellschaften fort. Daraus entstanden im 18. und 19. Jh. die Bürgerwehren und Milizen, deren Uniformierung in der napoleonischen Zeit ihren Höhepunkt hatte. 

  1. Bürgerwache Mengen
    Kdt. Hauptmann Georg Bacher
    Musikzug, Bürgerwehr

  2. Historische Bürgerwehr Karlsruhe
    Kdt. Hauptmann Karl Leis
    Bürgerwehr, Biedermeiergruppe

  3. Heimatvereinigung "Oald Bensem"
    Hist. Bürgerwehr Bensheim - Biedermeiergruppe
    Kdt. Major Werner Rödel
    Spielmannszug, Bürgerwehr, Biedermeiergruppe

  4. Bürgergarde Ellwangen/Jagst
    Kdt. Hauptmann Hans-Peter Schmidt
    Spielmannszug, Bürgergarde, Trachtendamen

  5. Bürgerwehr Wiesenbach
    Kdt. Hauptmann Michael Weindorf
    Bürgerwehr

  6. Historische Bürgerwehr und Trachtengruppe Villingen e. V.
    Stv. Kommandant Hauptmann Manfred Krümmer
    Spielmannszug, Bürgerwehr u. Miliz, Trachtendamen

  7. Bürgerwehr "Alt-Weinheim"
    Kdt. Hauptmann Axel Wörtge
    Bürgerwehr

  8. Schützenkönig und Jungschützenkönig
    beim Ausmarsch zum Freischießen an Peter und Paul 1848

  9. Historische Bürgerwehr der Stadt Bretten
    Kdt. und stv. Landeskommandant Hauptmann Dieter Petri
    Ehrenkommandant und Ehrenlandeskommandant Oberst Rudolf Heß
    Ehrenkutsche, Artillerie mit Stadtkanone, Musikzug, Bürgerwehr

 

 

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