Jahreshauptversammlung 2020/2021

Am 25.06.2021 konnten wir nach über 2 Jahren endlich wieder eine Jahreshauptversammlung abhalten und zumindest einen Teil der PuPler mal wieder "live" sehen - endlich!

 

Die BNN - Michael Fritz (fz) -  schrieb am 28.06.2021

 

Thomas Lindemann wurde am vergangenen Freitag auf der Mitgliederversammlung der Vereinigung Alt-Brettheim (VAB) mit einer überwältigenden Mehrheit zum neuen Vorsitzenden gewählt. Sein Vorgänger im Amt, Peter Dick, hatte nach 27 Jahren als Vorsitzender nicht mehr kandidiert. Bereits bei seiner letzten Wahl 2017 hatte Dick diesen Generationswechsel eingeleitet.

Bevor es zur Wahl kam, trug Peter Dick noch seinen letzten Geschäftsbericht vor, der pandemiebedingt die Jahre 2019 und 2020 umfasste, da im letzten Jahr nicht nur das Fest, sondern auch die Mitgliederversammlung ausfiel.
„Mit einem seltsamen Gefühl“, ließ der scheidende Stadtvogt das Fest 2019 Revue passieren, erinnerte an die Dokumentation, die im SWR-Fernsehen gezeigt wurde. Alle Anwesenden erinnerten sich mit ihm an den Hitzesommer 2019, der eine Verkürzung des Festzuges erzwang, an die 20. Schlacht und den ersten Großen Zapfenstreich in der Simmelturm-Arena.
"2020 begann ganz normal mit einer Klausurtagung zur Weiterentwicklung des Festes, bis Corona alles lahmlegte.“
Aus der Not eine Tugend machend, wurde ein virtuelles Fest auf die Beine gestellt, „garniert mit einigen Einzelaktionen.“ Auch für dieses Jahr musste das Fest bekanntlich abgesagt werden, „aber ganz ohne geht nicht. Mal sehen, was am Festwochenende passiert“, blieb Peter Dick zwar vage, machte die Zuhörer aber auch neugierig.
Danach nahm der scheidende Stadtvogt die Versammlung mit auf eine 27-jährige Reise.
„Bereits 1994 gab es den ersten Plan, den Sporgassenparkplatz zu bebauen“, erinnerte Dick an ein Thema seiner ersten Amtszeit, das bis heute aktuell ist. Kauf und Umbau der Vogtey, die Etablierung der Schlacht am Simmelturm, natürlich die große Tafely auf dem Marktplatz und der mehrtägige Tross im Jubiläumsjahr 2004 sowie die Anerkennung als Immaterielles Kulturerbe waren nur einige der Höhepunkte seiner Regentschaft.
Stetig wurde an der Verbesserung des Programms gearbeitet, das Festgelände dehnte sich über den Seedamm bis zum Viehmarkt aus.


Mit großem Dank an die zahlreichen Helferinnen und Helfer, die sich das ganze Jahr bei der Vorbereitung und Durchführung des Festes engagierten, endete sein Bericht.

Von Jürgen Bischof erfuhr die Versammlung, dass, „auch wenn wir gar nichts machen“, Fixkosten von rund 50.000 Euro pro Jahr anfallen. In „normalen“ Jahren (wie 2019) wird bei einem Budget von rund 480.000 Euro ein Gewinn von circa 20.000 Euro erzielt.
Dass 2020 „nur“ ein Verlust von 40.000 Euro zu bilanzieren war, zeige, dass trotz der Ausgaben für das virtuelle Fest gut gewirtschaftet wurde.
Für 2021 seien für Investitionen in das Fundusgelände rund 30.000 Euro vorgesehen. „Der Verein ist wirtschaftlich gut aufgestellt, die Liquidität ist jederzeit gewährleistet. Wir haben keine Verbindlichkeiten und können die Verluste aus 2020 und 2021 aus den Rücklagen decken.“
Da aber auch für 2022 mit erhöhten Auflagen und steigenden Kosten zu rechnen sei, müsse über zusätzliche Erlöse nachgedacht werden.
Hier käme eine Erhöhung des Eintritts oder des Mitgliedsbeitrages in Betracht.

Die Entlastung des Schatzmeisters und der gesamten Vorstandschaft erfolgte mit großer Mehrheit.
Ebenfalls mit großer Mehrheit wurden Schriftführer Dieter Petri und die Bereichsvorstände Bernd Kirchgäßner und Manfred Mößner in ihren Ämtern für weitere vier Jahre bestätigt.

Oberbürgermeister Martin Wolff bezeichnete Peter Dick in seinem Grußwort als
„Glücksfall für Bretten“ und sicherte die weitere Unterstützung der Stadt als Mitveranstalter des Festes zu. Um das Heimatfest ganzjährig sichtbarer zu machen, sollen an jedem Samstag Peter-und-Paul-Gruppen die Möglichkeit bekommen, sich auf dem Marktplatz zu präsentieren.

Nach einem ersten Statement, in dem Thomas Lindemann sein Verständnis als Stadtvogt umriss, beantragte er die Ehrenmitgliedschaft für Peter Dick. Mit standing ovations drückten die Mitglieder spontan ihre einhellige Zustimmung aus.


© Michael Fritz
Staatsoberhäupter und Stadtvogte werden beim Ausscheiden aus dem Amt in Öl gemalt.

© Michael Fritz
Der frisch gewählte Stadtvogt Thomas Lindemann (links) und sein Amtsvorgänger Peter Dick.

 

Ein großer Dank geht an dieser Stelle auch an unsere Sponsoren, die uns trotz "kein Fest" die Stange halten! Jubel!

 

Mehr dazu auch unter: kraichgau.news

 

Vielen Dank an alle Helfer, die diese Veranstaltung in der Stadtparkhalle - selbstverständlich unter Einhaltung der notwendigen Hygienemaßnahmen -  möglich gemacht haben.

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